Thomas Utz im Talk auf Instagram und Facebook

Veröffentlicht am 03.06.2021 in Allgemein

Bereits drei Gespräche führte der SPD-Kandidat für die kommenden Bundestagswahlen Thomas

Utz mit prominenten Gästen zu wichtigen Gegenwartsfragen und Zukunftsthemen in Politik und

Gesellschaft. Die Instagram-Videos sind sehr beliebt. Die Abrufzahlen schnellen in die Höhe.

Im ersten Gespräch diskutierte Thomas Utz mit der Bürgermeisterin für Soziales, Ordnung und Kultur

in Tübingen, Dr. Daniela Harsch, über die Erfahrungen der Stadt Tübingen zu ihrem Umgang mit der

Pandemie. Tübingen habe schon zu Beginn der Pandemie mit außergewöhnlichen Strategien und Ideen

bundesweit für Schlagzeilen gesorgt, führte Thomas Utz in das Thema ein. Deshalb habe man auch

Fotos von ausgelassenen und entspannten Abenden in Tübinger Kneipen in den sozialen Medien

bewundern können.

„Auch von mir gab es solche Fotos“, merkte Harsch lächelnd an. Die andere Seite des Tübinger

Modells verschwieg die Bürgermeisterin nicht: „Wir sind regelrecht überrant worden“. Auf den ersten

Blick unverständlich. Doch wenn man eines in der Pandemie gelernt habe, dann sei es milder im Urteil

zu sein und Verständnis für die Belastungen der Menschen zu haben. So das gemeinsame Fazit des

Gesprächs zwischen Daniela Harsch und Thomas Utz.

Als Kommunalpolitiker und Vereinsmitlied äußerte Utz in einem Ausblick genauso wie die Tübinger

Bürgermeisterin Harsch ihre Sorgen zur Zukunft des Ehrenamtes: „Viele haben sich in der Pandemie

zurückgezogen“. Im nächsten Gespräch mit dem ehemaligen Kandidaten für das Oberbürgermeisteramt

in Stuttgart und aktuell Bürgermeister in Tengen, Marian Schreier, wurde die Sorge in einen größeren

Zusammenhang eingebettet. „Die Coronapandemie hat uns gezeigt, dass es uns an einem positiven

Zukunftsbild fehlt“, stellte Schreier fest.

Der jüngste Bürgermeister Deutschlands blieb nicht hinter seiner eigenen Kritik zurück. Gekonnt

skizzierte er mit wenigen Begrifflichkeiten einige Wege in ein solches positives Zukunftsszenario.

Summer of Pioneers, neue Wohnformen und Co-Working-Spaces in kommunalen, ungenutzten

Räumlichkeiten, open governement, Egalisierung und Digitalisierung des Verwaltungsprozesses,

Dezentralisierung der Arbeitsformen. Thomas Utz erkundigte sich mit einiger Bewunderung, wie

Schreier mit den Vorbehalten in der Kommune umgehe: „Wie schaffst du es, die Menschen zu

begeistern?“

Auch hier blieb Schreier keine Antwort schuldig. Neben der Transparenz und der positiven

Grundstimmung von Seiten der Verwaltungsspitze sei es ein wichtiges methodisches Prinzip, keine

großen Strategiediskussionen zu führen, sondern in kleinen überschaubaren Projekten, konkret Ideen

auszuprobieren: „Konkret anfangen, das ist mein wichtigster Rat“.

Im letzten Gespräch mit dem Sprecher für Verbraucherschutzfragen der SPD-Fraktion im Landtag,

Jonas Weber, klopfte Utz mit Hilfe seines kompetenten Gesprächspartners die politische

Gestaltungskraft der neuen Landesregierung im Hinblick auf das Zukunftsbildes ab. Die Enttäuschung

über den neuen Koalitionsvertrag sitzt tief bei Weber: „Aufbruch sieht anders aus“. Jedes politische

Projekt der grün-schwarzen Landesregierung steht unter dem Finanzierungsvorbehalt. „Da fehlt mir

auch als Kommunalpolitiker die Verlässlichkeit“, bemerkte Utz. Viele Zukunftsthemen wie bezahlbarer

Wohnraum, Windräder und Tierschutz seien damit beiseite geschoben, begründete Weber seine

Enttäuschung. „Die Grünen haben den Koalitionsvertrag geschrieben und die CDU hat zu einigen

Themen Nein gesagt. Politische Gestaltungskraft sieht anders aus“.

Nikolai Häußermann

 

 

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